Nach ihrer Ausbildung bei der Liechtensteinischen Post bereitet sich Maylea Schäpper (20) zur Zeit auf den Abschluss ihrer bereits zweiten Weiterbildung vor: Seit Sommer 2024 nimmt sie an einem internen Lehrgang für den Führungskräftenachwuchs teil. Wir haben Maylea nach ihren Erfahrungen auf dem Weg zur zukünftigen Führungskraft gefragt.
Maylea, seit wie vielen Jahren bist du jetzt schon bei der Liechtensteinischen Post?
Im August 2021 habe ich bei der Liechtensteinischen Post eine Lehre zur Detailhandelsfachfrau EFZ begonnen. Diese dauerte drei Jahre. Somit bin ich jetzt schon seit fünf Jahren bei der Post.
Kannst du uns erklären, was eine Detailhandelsfachfrau genau macht?
In der Ausbildung geht es darum zu lernen, im Verkauf tätig zu sein. Das beinhaltet bei der Post natürlich auch, Kundinnen und Kunden am Schalter zu beraten, ihre Fragen zu beantworten und das Sortiment an Produkten und Dienstleistungen zu kennen und zu betreuen.
Wie kam es, dass du diese Ausbildung bei der Post machen wolltest?
Zunächst interessierte ich mich für eine kaufmännische Ausbildung. Das hätte allerdings bedeutet, dass ich mehr am Schreibtisch in einem Büro sitzen würde. Meine Mutter riet mir dann, bei der Post schnuppern zu gehen. Dabei habe ich sehr schnell gemerkt, dass mir der direkte Kontakt mit Menschen liegt. Das Schnupperpraktikum brachte daher die beste Entscheidung für mich.
Durftest du beim Schnuppern schon richtig mitarbeiten im Verkauf?
Ja, absolut. Ich stand am Schalter, redete mit den Kundinnen und Kunden und verkaufte ihnen die Produkte, die sie brauchten. Das hat mir sehr viel Spass gemacht und total zugesagt. Daraufhin habe ich mich beworben, wurde genommen und konnte meine Ausbildung beginnen.
Wie hast du deine Ausbildung bei der Post erlebt?
Es war eine sehr schöne Zeit, die leider wie im Flug vorbei gegangen ist. Die Mischung aus Schule und Berufsalltag fand ich sehr abwechslungsreich. In der Praxis durfte ich viele tolle Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Vor allem meine Chefin war immer für mich ansprechbar und ich konnte unheimlich viel von ihr lernen.
An welchen Standorten konntest du deine Ausbildung absolvieren?
Insgesamt zwei Jahre war ich in Schaan eingesetzt und ein Jahr in der Postfiliale in Vaduz. Dort habe ich gespürt, dass auch der Tourismus Einfluss auf unseren Dienst am Schalter hat, denn ich konnte Kundinnen und Kunden aus dem Ausland in englischer Sprache und zum Teil auch auf Französisch bedienen. Das war sehr spannend.

«Ich erlebe die Post wie aus der Vogelperspektive und kann die Herausforderungen und Chancen dabei einschätzen lernen.»
Nach deinem Abschluss als Detailhandelsfachfrau EFZ hast du dich ja gleich in eine Weiterbildung gestürzt. Wie hat man das bei der Post aufgefasst?
Ja, ich wollte das Lernen eben nicht verlernen! Darum dachte ich mir, ich schliesse gleich eine Weiterbildung zum Handelsdiplom an, um meine Fähigkeiten im kaufmännischen und administrativen Bereich zu vertiefen. Meine Vorgesetzten waren da sehr offen und haben mich voll unterstützt. Ich durfte meine Tätigkeit in der Postfiliale Schaan auf 80 Prozent reduzieren, um 20 Prozent für die Weiterbildung zu lernen. So konnte ich diese im Sommer 2025 abschliessen.
Aktuell arbeitest du aber nicht mehr in der Postfiliale Schaan, sondern bist – kaum zu glauben – bereits in der nächsten Ausbildung. Was hast du dir diesmal ausgesucht?
Aktuell bin ich in einem internen Lehrgang der Liechtensteinischen Post. Bereits während meiner Weiterbildung zum Handelsdiplom las ich die interne Ausschreibung für eine «Allrounderin in postalischer Dienstleistung als Führungsnachwuchs». Das hat mich sofort interessiert und so habe ich mich Ende 2024 darauf beworben. Im Sommer 2025 hat der Lehrgang begonnen und ich wechselte damit in das Betriebszentrum Schaan. Dort blieb ich jedoch nicht lange, denn der Sinn dieses Führungslehrganges ist es, möglichst viele Bereiche der Liechtensteinischen Post kennenzulernen. Das bedeutet, dass ich etwa alle zwei bis vier Wochen in einen anderen Bereich wechsle.
Welche Bereiche haben dir bisher besonders gut gefallen – oder vielleicht auch weniger gut?
Nun bin ich ja noch längst nicht am Ende des Lehrgangs, der noch bis Mai 2026 dauert. Aber bis jetzt habe ich eigentlich nur positive Erfahrungen gesammelt. Das Schönste dabei ist, dass ich die ganze Liechtensteinische Post wie aus der Vogelperspektive erlebe. Ich schaue in alle Bereiche hinein und kann die Herausforderungen und Chancen einschätzen lernen. Im Augenblick habe ich noch keine genauen Vorstellungen von meiner Zukunft bei der Post, aber ich kann dieses riesige Wissen auf jeden Fall für meine späteren Tätigkeiten sinnvoll einsetzen.
Welche Positionen und Einsatzbereiche könntest du dir bei der Post vorstellen?
Ich bin sehr offen für viele Themen. Betriebswirtschaft und Finanzen würde mich interessieren, Marketing ebenfalls. Natürlich sehe ich mich später auch durchaus in einer Führungsebene, wenn es freie Positionen gibt. Bis dahin werde ich sicher noch die eine oder andere Weiterbildung nutzen, denn ich liebe das Lernen und habe das Gefühl, ich kann mein Wissen noch erheblich
erweitern. So würde mich zum Beispiel eine Weiterbildung als Leadership Manager interessieren oder die Berufsmaturität.
Wie sieht das deine Arbeitgeberin? Hast du bei der Post Ansprechpartner, die dich dabei unterstützen?
Es gibt hier sehr viele Ansprechpartner für mich. Alle sind so kollegial untereinander, da finde ich in jedem Bereich sehr viel Unterstützung in der Zusammenarbeit. Ich kann jede Person fragen und in der Frage der Weiterentwicklung finde ich immer ein offenes Ohr für meine Vorstellungen.
Was würdest du Schülerinnen und Schülern raten, die sich die Frage stellen, welche Ausbildung sie nach der Schulzeit machen sollen?
Ich kann ihnen eine Ausbildung bei der Liechtensteinischen Post nur empfehlen. Sie ist eine total angenehme Ausbilderin, die viel Abwechslung und tolle Benefits zu bieten hat. Im Anschluss findet man vielfältige Chancen, sich in verschiedene Richtungen weiterzuentwickeln. Man fühlt sich in diesem Unternehmen einfach gut aufgehoben. Zudem sind die Menschen so offen und die Kommunikation mit allen ist total unkompliziert. Ich arbeite wirklich gern bei der Post.
Wolfgang Strunk
Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung
«Durch eine aktive Förderung der Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden investieren wir direkt in unseren gemeinsamen Erfolg und festigen unsere Position als attraktive Arbeitgeberin.»