Omar Casamento kennt keine halben Sachen: Er macht alles mit Herzblut. Seit seinem Eintritt vor 16 Jahren war er schon in vielen Bereichen bei der Liechtensteinischen Post tätig. Angefangen als Paketzusteller, steht Omar seit vier Jahren hinterm Postschalter im Filialdienst. Wir haben ihn nach seinen vielfältigen Berufserfahrungen gefragt.

Omar, seit wann arbeitest Du bei der Liechtensteinischen Post?
Ich bin mittlerweile seit 16 Jahren bei der Post. Angefangen habe ich im März 2008 als Paketzusteller. Als Schweizer war ich damals für einen privaten Paketdienst im Rheintal und in Werdenberg unterwegs. Bei dieser Tätigkeit habe ich auch Kollegen von der Liechtensteinischen Post kennengelernt. Als wir uns einmal auf einer Tour trafen, wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, zu ihnen zu kommen, weil ein Platz bei der Paketzustellung frei geworden war. So bewarb ich mich und erhielt relativ bald die Einladung, mich vorzustellen.

Wie lief der Jobwechsel? War das Neuland für dich?
Da ich mich durch meine vorherige Tätigkeit ja schon sehr gut im Land auskannte, musste ich für die Touren nicht gross eingearbeitet werden. Das hat mir natürlich geholfen.

Warst du immer schon im Paketdienst oder hast du etwas anderes gelernt?
Ursprünglich habe ich eine Lehre als Sanitärinstallateur gemacht. Doch schon vor 25 Jahren bin ich über ein Inserat zu dieser Transportfirma in Wil gekommen. Am Anfang war das für mich eine völlige Umstellung, weil ich die Strecken nicht kannte. Mit der Zeit lernte ich dann aber so meine Taktiken, wie ich mich z.B. unterwegs orientiere und unbekannte Strassen ohne Navi finde.

In welchen Bereichen hast du schon bei der Liechtensteinischen Post gearbeitet?
Zuerst war ich im Paketbereich tätig und habe auch ab und zu Briefzustellung gemacht. Anschliessend war ich in vielen weiteren Bereichen tätig, so dass ich schon ziemlich viel Abwechslung bei der Post hatte. Seit vier Jahren bin ich jetzt direkt am Schalter, wo unsere Kunden Geld einzahlen, Briefe und Pakete aufgeben.

In welcher Postfiliale bist du tätig?
Ich gehöre zur Filiale Schaan, bin aber auch Springer für andere
Filialen. Wenn z.B. jemand zwischen Balzers und Ruggell Ferien hat, bin ich einsatzbereit und übernehme dessen Stelle am Schalter.

Das erfordert einiges an Flexibilität, oder?
Ja, doch, recht viel Flexibilität. Unser Land ist zwar nicht so gross, aber dennoch gibt es natürlich auch Unterschiede in den Orten und Filialen. Ich muss mich entsprechend organisieren können.

Hast du für den Schalterdienst eine zusätzliche Ausbildung absolviert?
Vorteil meiner vielfältigen Tätigkeiten bisher war, dass ich schon die meisten Postprodukte kannte. Aber ich musste natürlich die verschiedenen Schalterdienste kennenlernen, wie man z.B. mit Geldeinzahlungen umgeht oder welche Anwendungen am PC zu erledigen sind. Nach eineinhalb Jahren war ich soweit und habe zum ersten Mal eigenständig in der Filiale gearbeitet.

Du hast also schon sehr viele unterschiedliche Tätigkeiten bei der Post gelernt?
Ja, ich finde es toll, dass wir intern immer die Möglichkeit haben, uns für weitere Aufgaben zu bewerben, wenn eine Stelle ausgeschrieben wird. So habe ich in den letzten Jahren durch meine vielfältigen Tätigkeiten enorm viel gelernt: Die verschiedenen Produkte, wie man etwas verarbeitet, Auslandspakete, Verzollung und vieles mehr. Das bleibt natürlich und bereichert mich sehr.

Was schätzt du persönlich an deiner Arbeitgeberin am meisten?
Was mir so gefällt, ist: Die Leute sind einfach cool und das Arbeitsklima ist gut. Gerade in der Zeit von Covid hat sich die Post sehr stark dafür eingesetzt, dass alle Mitarbeitenden bleiben konnten. Das ist nicht selbstverständlich. Natürlich müssen wir dafür auch Leistung bringen, aber das lohnt sich auf jeden Fall. Die Liechtensteinische Post ist auch eine Arbeitgeberin, bei der die Leute lange bleiben. Manche sind schon seit 30 oder 40 Jahren dabei.

Du selbst bist ja auch schon seit 16 Jahren ein Pöstler…?
Das stimmt, und es hat auch damit zu tun, dass ich meinen Job liebe. Wenn man seinen Beruf nur für das Gehalt macht, stimmt etwas nicht. Auch wenn es manchmal bei uns stressig zugeht, das gleicht sich ja zeitlich wieder aus. Nach so vielen Berufsjahren habe ich gelernt, mir selbst einfach keinen Stress mehr zu machen.

Wenn du dir etwas von der Liechtensteinischen Post wünschen könntest, was wäre das?
Eigentlich bin ich vollkommen zufrieden. Nur eines, das wäre sicher etwas: Ich würde sehr gerne wieder auf Zustellung gehen. Es fehlt mir schon, draussen bei den Leuten zu sein. Das Wetter macht mir nichts aus, denn dafür gibt es die passende Kleidung. Doch ich hätte wieder mehr Bewegung und wäre öfter an der frischen Luft, was gesünder ist. Mir macht es Spass, zu den Menschen zu kommen, um ihnen ihre Pakete und Briefe zu bringen. Das liegt mir einfach im Blut.

Vielen Dank für das Gespräch, Omar.

Omar Casamento, 48 Jahre, Mitarbeiter Annahme/Verkauf, Postfiliale Schaan

Kontakt
Alte Zollstrasse 11
9494 Schaan
Liechtenstein

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