Wie kann Klimaschutz regional, konkret und messbar gestaltet werden? Dieser Frage widmet sich das Projekt «CO2 -Kompensation mittels Humusaufbau» mit einem klaren Anspruch: Verantwortung vor Ort übernehmen und nachhaltige Wirkung erzielen.
Seit 2024 engagieren sich die Liechtensteinische Post, die Liechtensteinischen Kraftwerke, Liechtenstein Wärme und Telecom Liechtenstein gemeinsam dafür, nicht vermeidbare CO2 -Emissionen künftig dort zu kompensieren, wo sie entstehen – in der eigenen Region. Durch gezielten Humusaufbau auf landwirtschaftlichen Flächen in Liechtenstein und im Werdenberg wird mit Unterstützung engagierter Landwirte Kohlenstoff langfristig im Boden gebunden.
Humusreiche Böden sind wertvolle natürliche Kohlenstoffspeicher. Mit angepassten Bewirtschaftungsmethoden erhöhen Landwirte gezielt den Humusgehalt ihrer Felder und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Für die nachweislich gebundene Menge CO2 werden Zertifikate ausgestellt, die die Umsetzung der jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien der beteiligten Unternehmen unterstützen.
Der Nutzen reicht dabei weit über die CO2-Bindung hinaus: Der Humusaufbau verbessert die Bodenstruktur, steigert die Fruchtbarkeit, senkt so den Kunstdüngerbedarf massgebend und erhöht die Wasserspeicherfähigkeit. Dadurch werden landwirtschaftliche Flächen widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen. Klimaschutz und Landwirtschaft greifen ineinander und schaffen messbaren Mehrwert für Umwelt, Betriebe und die gesamte Region. So werden die nicht vermeidbaren CO2 -Emissionen der beteiligten Unternehmen regional kompensiert.
Gemeinsam nachhaltig wirksam – hier in der Region
Das Projekt zeigt, wie partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Landwirtschaft und Fachexperten tragfähige regionale Antworten auf globale Herausforderungen ermöglicht. Anstelle einer Kompensation im Ausland entsteht Klimaschutz direkt vor Ort – transparent, nachvollziehbar und mit langfristiger Perspektive.
Aktuell sind ein gutes Duzend Landwirte aus Liechtenstein und dem Bezirk Werdenberg mit über 300ha und in das Projekt integriert. Erste Kompensationsleistungen sind für die Jahre 2028 und 2029 vorgesehen. Damit wird ein konkreter, messbarer Beitrag zu Klimaschutz, Bodenqualität und einer nachhaltigen Zukunft geleistet – gemeinsam und mit klarer Verantwortung für die Region.