Was mit handgefertigten Arvenkissen begann, ist heute eine spezialisierte Marke für hochwertige Naturbettwaren: Alpur. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der sorgfältigen Herstellung und dem Vertrieb von Kissen, gefüllt mit Arvenspänen und Schweizer Schurwolle – ein Produkt, das die Faszination für den Naturrohstoff Wolle entfacht hat und bis heute prägt. Mit ihrer konsequenten Haltung unterstreicht Alpur seinen Anspruch auf Qualität, Verlässlichkeit und Authentizität – Werte, die seit den ersten Arvenkissen den Kern der Marke bilden.

Nachhaltigkeit bedeutet für das Unternehmen dabei nicht nur natürliche Materialien, sondern auch langlebige Produkte und eine verantwortungsvolle Lieferkette bis hin zur Zustellung beim Kunden. Wir haben mit Dieter Richter darüber gesprochen, welche Rolle Nachhaltigkeit im Alltag spielt und weshalb auch die Zusammenarbeit mit der Liechtensteinischen Post dabei wichtig ist.

Herr Richter, welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit innerhalb der Alpur AG und ihrer Unternehmensstrategie? Und wie wichtig ist es für Sie, in der Branche eine Vorreiterrolle einzunehmen?
Wir machen das nicht, weil «Bio» gerade modern ist. Wenn man täglich mit Arve und Wolle arbeitet, hat man den Respekt vor der Natur mit der Zeit quasi im Blut. Da wir mit Naturprodukten arbeiten, gehört der respektvolle Umgang mit der Umwelt einfach dazu. Wir entscheiden lieber langfristig sinnvoll, als kurzfristig auf schnellen Profit zu schauen. Wenn wir damit zeigen können, dass wirtschaftlicher Erfolg und ein gutes Gewissen zusammenpassen, freut uns das natürlich. Eine Vorreiterrolle ergibt sich dann meist von selbst.

Wir merken deutlich, dass das Bedürfnis nach nachhaltigen Alternativen wächst. Viele Kunden suchen ganz bewusst nach Naturmaterialien. Es gilt heute wieder öfter: nicht weniger verbrauchen, sondern seltener neu kaufen. Unsere Produkte sind deshalb bewusst auf eine lange Lebensdauer ausgelegt – Nachhaltigkeit entsteht am Ende vor allem dann, wenn etwas viele Jahre genutzt wird.

Welche Bedeutung hat das ökologische Bewusstsein Ihrer Zielgruppen für Ihr Geschäftsmodell?
Unsere Kunden schauen genau hin. Sie wollen wissen, wo Materialien herkommen und wie sie verarbeitet werden. Dieses Bewusstsein spüren wir täglich, und es bestätigt uns immer wieder in unserem Weg. Vertrauen ist zentral. Wer sich bei uns etwas zum Schlafen kauft und nicht beim Discounter, erwartet Ehrlichkeit und Verantwortung. Genau darauf haben wir die Firma aufgebaut. Viele entscheiden sich auch bewusst für langlebige Produkte. Nachhaltigkeit entsteht eben nicht nur beim Kauf, sondern über die gesamte Nutzungsdauer hinweg.

Nach welchen Kriterien beurteilen Sie Lieferanten, um diese als nachhaltige Partner der Alpur AG einzustufen?
Ich schaue mir immer das Gesamtbild an. Passt die Einstellung? Wird wirklich regional produziert? Werden Mitarbeiter fair behandelt? Wie geht man mit Energie und Ressourcen um? Partner aus der Region sind uns besonders wichtig, weil kurze Wege vieles einfacher und oft auch ehrlicher machen. Am Ende muss es menschlich und fachlich stimmen. Wir kennen unsere Zulieferer persönlich und überzeugen uns selbst von Qualität und Nachhaltigkeit. Bei gewissen Rohstoffen setzen wir selbstverständlich auf anerkannte Standards wie OEKO-TEX oder GOTS.

Uns ist dabei wichtig, dass Materialien und Verarbeitung auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Nur so entsteht Nachhaltigkeit entlang der ganzen Wertschöpfungskette.

Welche konkreten Erwartungen stellt die Alpur AG an einen nachhaltigen Logistikpartner?
Der Versand gehört für uns praktisch zum Produkt dazu, weil wir fast alles verschicken. Deshalb erwarten wir auch dort ein echtes Mitdenken in Umweltfragen. Emissionsärmere Transportlösungen, gut geplante Wege und möglichst wenig unnötiges Verpackungsmaterial sind für uns zentral. Die Ware soll sicher ankommen, aber ohne überflüssigen Aufwand.

Welche Rolle spielt die Liechtensteinische Post für die Alpur AG im Hinblick auf nachhaltige Versand- und Logistiklösungen?
Die Post ist für uns kein anonymer Logistikriese, sondern ein Nachbar. Wenn mal etwas brennt, greift man zum Hörer und klärt das auf kurzem Dienstweg im Dorf. Viele Dinge lassen sich unkompliziert und schnell lösen. Für uns ist die Post ein wesentlicher Teil unseres Services, weil sie dafür sorgt, dass unsere Naturprodukte zuverlässig beim Kunden ankommen. Die Nähe hilft enorm, gerade wenn einmal rasch reagiert werden muss.

Gerade beim Thema Nachhaltigkeit schätzen wir den direkten Austausch sehr. Lösungen entstehen oft gemeinsam im Gespräch, nicht nur am Schreibtisch.

Wie arbeiten die Alpur AG und die Liechtensteinische Post zusammen, um CO₂-Emissionen im Versand zu reduzieren?
Wir setzen uns regelmässig zusammen und schauen, wo noch Verbesserungen möglich sind. Dass die Post zunehmend auf Elektrofahrzeuge setzt, ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt. Wir achten unsererseits darauf, Pakete so vorzubereiten, dass der verfügbare Platz möglichst gut genutzt wird. Kleine Details machen hier oft den Unterschied.

Nachhaltigkeit entsteht letztlich im Zusammenspiel: Langlebige Produkte bedeuten weniger Ersatzlieferungen, optimierte Verpackung reduziert Volumen und moderne Zustelllösungen helfen zusätzlich, Emissionen zu senken. Am Ende ist es ein Zusammenspiel: Unsere Produkte sind sehr langlebig und die Post bringt sie sauber und schnell ans Ziel. Das ist für mich gelebte Nachhaltigkeit – ganz ohne grosses Marketing-Tamtam.

Dieter Richter
Geschäftsführer Alpur AG

«Nachhaltigkeit endet für uns nicht beim fertigen Produkt. Erst wenn auch der Versand ressourcenschonend funktioniert, bleibt das Gesamtbild stimmig.»

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Alte Zollstrasse 11
9494 Schaan
Liechtenstein

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